Präsentation


Zu Zeiten der Analogfotografie war ein Bild erst fertig, wenn man es gedruckt in den Händen hielt. Heute findet die Präsentation von Fotos außerhalb der Printmedien fast nur noch auf Displays statt. Die Auswirkungen auf Bildproduktion und -rezeption sind enorm:

  • Profifotografen beliefern ihre Auftraggeber ausschließlich mit Dateien, die Notwendigkeit zu drucken entfällt.
  • Smartphones haben eine gigantische Bildproduktion und in deren Folge eine Entwertung des einzelnen Fotos bewirkt.
  • Die Bilderflut existiert (meist ungesichert) nur auf Datenträgern und entzieht sich in der Regel der Sichtung, Reduktion und Strukturierung.
  • Der Papierabzug erscheint unattraktiv gegenüber den strahlenden, kontrastreichen und knallbunten Displays.

Die Behauptung, erst mit dem Drucken sei der Schöpfungsakt einer Fotografie abgeschlossen (Martina Mettner) erscheint daher beinahe anachronistisch. Eine Renaissance der Bildproduktion in der Form von FineArt Prints ist dennoch unübersehbar.

  • Massenproduktion führt zu Überfluss und damit Überdruss. Ist alles gleichermaßen gültig, wird daraus Gleichgültigkeit.
  • In der Bildproduktion drücken industriemäßige Herstellung und Preiskampf die Qualität, während wertgeschätzte Inhalte nach einer angemessenen Form und Präsentation verlangen.
  • Es entsteht ein Bedürfnis nach Distinktion und Hervorhebung, verbunden mit dem Wunsch nach besonderen visuellen und haptischen Eindrücken beim Anfassen und Betrachten der Bilder.
  • FinArt Printing in Verbindung mit einer passenden Präsentation kommt diesen Wünschen entgegen: Aufbewahrung in einer Portfoliobox, Hängung in vielfältigen Rahmen oder auf Alu-Dibond und weitere Varianten.
  • Die Wahrnehmungsfähigkeit für ein in höchster Qualität gedrucktes und präsentiertes Foto (bezüglich Farbtreue, Farbsättigung, Schärfe, Tonwertreichtum und Papiercharakteristik) kann gelehrt und gelernt werden.

Beispielhaft sollen einige Präsentationsformen von Fotografien vorgestellt werden, die ich zum Teil selbst anbiete:


Portfoliobox


FineArt Papiere mit ihrem hohen Flächengewicht von 300 g und mehr können gut liegend in einer Box aufbewahrt werden. Man kann sie in unterschiedlicher Reihenfolge in der gewünschten Anzahl einsortieren. Nach dem Aufklappen der Box können sie herausgenommen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder abgelegt werden. Die Abbildung zeigt die Box in aufgeklapptem Zustand. Bezugsquellen und Preise auf Anfrage.


Rahmen


Fotografien wurden von Anfang an wie Radierungen und Kupferstiche behandelt, d. h. hinter Glas gerahmt, wenn sie gehängt werden sollten. In der Regel sind die Rahmen schmal und unauffällig. Die Verglasung verbaut bei FineArt Prints leider den unbeeinträchtigten Zugang zur besonderen Oberfläche der Drucke. Wenn es vertretbar ist, sollte man auf das Glas verzichten.

Außerhalb von künstlerischen Ausstellungen werden Fotografien gerne als Raumdekoration verwendet. Dafür eignen sich Wechselrahmen, die in vielen Varianten angeboten werden. Das Seitenverhältnis von Foto und Rahmen passt oft nicht zusammen. Das hat kunsthistorische und technische Gründe, z. B. unterschiedliche Normensysteme in den USA und Europa.

1. Format 2:3 auf DIN-Papier (1:1,41)

2. Format 3:4 auf DIN-Papier (1:1,41)

3. Format 2:3 in Rahmen 24 x 30 cm (1:1,25)

4. Format 3:4 in Rahmen 24 x 30 cm (1:1,25).

5.. Format 2:3 in Rahmen 30 x 40 cm (1:1,33).

6. Format 3:4 in Rahmen 30 x 40 cm (1:1,33).


Wie man sieht, gelingt das nicht immer unter Beibehaltung des Bildformats. Wenn keine Kompromisse möglich sind, bleibt nur, den Rahmen auf Maß anfertigen zu lassen. Solche Rahmen können je nach Größe schnell 100 Euro und mehr kosten. Einfache Aluminiumrahmen, z. B. von der Fa. Nielsen der Accent, kosten in 24 x 30 ca. 18 Euro, in 50 x 60 knapp 40 Euro, allerdings ohne Passepartout.

Die Bildwirkung von Fotos kann durch Rahmen und Passepartouts auf vielfältige Art beeinflusst werden. Die beliebteste Rahmenfarbe ist übrigens silber, weil man mit dieser Farbe eine optisch formatauflösende Wirkung erzielt.


Passepartout


  • Ein Passepartout ist weit mehr als die gefällige Umrahmung eines Bildes, es hat eine ganze Reihe von Aufgaben:
  • Es schafft eine Verbindung zwischen Rahmen und Bild und steigert so die Bildwirkung.
  • Seine Gestaltung und Farbgebung kann die Bildaussage unterstützen.
  • In Glasrahmen sorgt es für den nötigen Abstand, so dass das Bild nicht das Glas berührt.
  • Es dient der Einpassung des Bildes durch Ausgleich unterschiedlicher Formate.
  • Durch seine Dicke und den schrägen Anschnitt des Ausschnitts entsteht ein Tiefeneffekt.
  • Es kann mit Calciumcarbonat gepuffert sein um Säuren aus der Luft zu binden.

Im Internet bekommt man Passepartouts in Standardmaßen schon sehr günstig, z. B. in 30 x 40 cm für ca. 4 Euro. Das Problem dabei: Die Qualität des Kartons ist nicht immer klar ersichtlich, der Weißgrad bzw. die Tönung lassen sich am Monitor nicht sicher beurteilen und der innere Bildausschnitt ist nicht genau auf das Bildformat abgestimmt.

Ein handwerklich gefertigtes Passepartout in derselben Größe aus säurefreiem Karton in den exakten Abmessungen und im richtigen Farbton bekommen Sie bei mir dagegen für ca. 7 Euro. Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie mich bitte an.


Alu-Dibond


Dibond ist die Markenbezeichnung für ein steifes Verbundmaterial von 3 bis 6 mm Dicke, bestehend aus zwei dünnen Aluminiumschichten, die mit einem Polyethylenkern thermisch verbunden wurden. Es ist leichter als Aluminium und dennoch formstabil, weshalb es sich sehr gut für das randlose Aufziehen von Fotos eignet. Das Material hat Vor- und Nachteile:

  • Klare, modern anmutende Art der Präsentation
  • Sehr gute Planlage, Maßhaltigkeit u. Haltbarkeit
  • Vergleichsweise wertigeres Aussehen
  • Einfache Aufbewahrung
  • Relativ hoher Preis
  • Aufbringen einer Klebefolie erforderlich
  • Oberfläche des Fotos ungeschützt
  • Stoßempfindlich an Ecken und Kanten
  • Beschädigungen kaum zu beheben
  • Hohes Gewicht


Kapa-fix


Kapa ist die Markenbezeichnung dünner Leichtschaumplatten von 3 bis 10 mm Dicke mit einem Polyurethanschaumkern zwischen zwei Deckschichten. Als Kapa-fix wird eine Variante mit aluminiumverstärkten Chromoersatzkarton-Deckschichten und ein- oder zweiseitig aufgebrachter Klebefolie angeboten. Das Material hat Vor- und Nachteile:

  • Klare, modern anmutende Art der Präsentation
  • Vergleichsweise sehr günstiger Preis
  • Relativ gute Planlage und Haltbarkeit
  • Bereits mit Klebefolie ausgestattet
  • Mit Cutter und Stahllineal zu beschneiden
  • Kleinere Beschädigungen leicht zu beheben
  • Einfache Aufbewahrung
  • Geringes Gewicht
  • Weniger saubere Kanten
  • Planlage von Umgebung abhängig
  • Oberfläche des Fotos ungeschützt
  • Weniger exakte Zuschnitte
  • Stoßempfindlich an Ecken und Kanten


Holzrundstäbe


Die Präsentation von Fotos in Rahmen oder das Aufziehen auf Alu-Dibond sind oftmals teurer als ihr Druck. Davon ausgehend habe ich eine kostengünstige Alternative entwickelt, die bei mir erworben werden kann.

In zwei Buchenholzstäbe von 22 mm Durchmesser wird ein Schlitz gefräst. Das Papier wird eingeschoben, und damit es nicht herausrutscht, wird auf der Rückseite ein dünner Silikonschlauch leicht in den Schlitz gepresst. Die Aufhängung erfolgt mit Nagel und Nylonfaden. Alternativ könnte man auch den oberen Stab mit zwei Schnüren an einer Bilderschiene befestigen.

In diesem Fall wurden die Holzstäbe schwarz lackiert, es sind natürlich auch andere Farben möglich. Die Länge der Stäbe kann auf die Größe der Bilder abgestimmt werden. Der Preis für diese Lösung steht noch nicht endgültig fest, daher bitte bei Interesse einfach nachfragen.