Projekte und Ausstellungen


Die Behauptung, erst mit dem Drucken sei der Schöpfungsakt einer Fotografie abgeschlossen (Martina Mettner) erscheint beinahe anachronistisch angesichts der ständig zunehmenden Flut von Bildern, die digital und nur fürs Display produziert werden.

 

Tatsächlich wird jedoch die Bildproduktion in der Form von FineArt Prints immer mehr zum Kriterium für Qualität. Nur was es wert ist gedruckt zu werden, hebt sich aus der Masse heraus und hat Bestand.


Okt. 2016 • Manheim • Silke Putz


Im Bonner Künstlerforum waren im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen Stadt und Alanus-Hochschule unter der Überschrift »Wie wir leben» u. a. Fotos von Silke Putz zu sehen. Aufgenommen wurden sie in dem Ort Manheim, der weggebaggert wird, weil unter den Häusern Braunkohle lagert.

Es ist hilfreich zu wissen, was mit den Häusern und Straßenzügen geschehen soll, aber das allein erklärt nicht die Beklemmung und Irritation beim Betrachten der Bilder. Erst auf den zweiten Blick erschließt sich, was hier nicht stimmt. Mit dem Begriff »Haus» verbinden wir »Behausung», »Wohnung» oder »Zuhause».

Diese Gebäude stehen aber da wie Untote, ohne inneres Leben, verschlossen und zugemauert und dennoch von außen am Leben erhalten durch dienstbare Geister, die den Rasen mähen und für »Ordnung» sorgen - wenigsten so lange, bis die Bagger kommen.

Mit großer Sorgfalt sind wir an die Auswahl des Papiers herangegangen und haben uns schließlich für das FineArt Papier »Bamboo« von Hahnemühle entschieden. Die Drucke wurden im Format A2 erstellt.


Sep. 2016 • Perspektivische Verzerrungen • Rossi


Der Bonner Maler und Fotograf Rossi (Reinhard Rösler) zeigte im Kult 41 Bilder zum o. a. Thema. Rechterhand die nüchternen und schmucklosen Arbeiten des gelernten Bauzeichners aus seiner beruflichen Ausbildung - eine Art Kurzlehrgang zum Thema Perspektive.

An den übrigen Wänden Fotos von und aus einer Klinik für psychisch Kranke, wo die Perspektive ganz in den Dienst von Fragen gestellt wird wie: Wohin führt dieser Weg? Wann wird etwas transparent? Wo gibt es Halt? Wo ist oben und unten? Geht es bergauf oder bergab? Was ist real und was nur ein Reflex?

Die geometrischen Strukturen geben Orientierung und den nötigen Halt, wenn die Perspektive stimmt. Diese Stimmigkeit aufzuspüren ist offensichtlich ein Arbeitsprozess des Fotografen gewesen, aber im übertragenen Sinn darüber hinaus eine Notwendigkeit für alle, die in einer solchen Einrichtung Heilung suchen.

Der geplanten Verwendung entsprechend wurden die Fotos auf ein preiswertes, mattes PE-Papier gedruckt und auf Kapa-fix aufgezogen


Feb. 2016 • Dunkles Licht • Jürgen Middelmann


Im Kunstraum Bad Honnef war unter dem Titel »Dunkles Licht« eine Einzelausstellung von Jürgen Middelmann zu sehen. Der Künstler stellt eine Werkreihe mit Temperabildern, Zeichnungen und Holzschnitten vor, in deren Mittelpunkt die Wahrnehmung von Hell und Dunkel in scheinbarer Plastizität und Bewegung steht.

Mit Erstaunen registriert man die enormen Größenunterschiede der Arbeiten: vom kleinen Holzschnitt hin zur 3,60 Meter breiten Leinwand. Mindestens ebenso erstaunlich sind die Form- und Volumenvariationen, die sich bei Veränderung von Betrachtungsabstand und -winkel ergeben. Dieses Changieren »im Licht« ist kennzeichnend für die Arbeitsweise von Jürgen Middelmann.

Insbesondere die großen Formate auf Leinwand stellten bei der Reproduktion eine besondere Herausforderung dar. Mindestens 9 Einzelaufnahmen werden mit Hilfe einer selbst entwickelten Technik erstellt und später zu einer Datei von bis zu 100 Megapixel verrechnet.

Neben der vielfältigen Verwendung in elektronischen und gedruckten Medien bekamen die Fotografien einen den Kunstwerken angemessenen Ort in Form von Künstlermappen aus dem beidseitig bedruckbaren FineArt Papier »Book & Album« von Hahnemühle.


Nov. 2015 • Gesichter Bonns • Beatrice Treydel


Die Idee war ein wenig verrückt: von hundert Menschen eine Studioaufnahme zu machen und sie zusätzlich an ihrem Lieblingsort in Bonn abzulichten. Doch nach drei Jahren Projektarbeit war es geschafft: Beatrice Treydel konnte ihre beeindruckenden Bilder mit Unterstützung der Caritas u.a. in der Fabrik 45 präsentieren. Die ganze Geschichte gibt es zu lesen auf Gesichter Bonns

100 Gründe Bonn zu lieben, so der Untertitel, ist eine Hommage an die Stadt und ihre Menschen. Der Fotografin gelingt es, einfühlsam und dabei völlig unsentimental das Verbindende in der Vielfalt aufscheinen zu lassen. Wer sich in dieser Stadt zu Hause fühlt, wird sich in der Ausstellung wiedergefunden haben, auch wenn er nicht zu den 100 »Auserwählten» gehört.

Bei einer Ausstellung dieses Umfangs muss man sehen, dass die Kosten nicht ausufern. Zum Glück hatte ich kurz vorher ein neues PE-Papier getestet, das TECCO PPM225, das in dieser Klasse neue Maßstäbe setzt. Es steht in Farbsättigung und Tiefenwirkung wesentlich teureren Papieren in nichts nach. Sein warmer Grundton erinnert an Baryt-Papiere.

Durch die Verwendung von Kapa-fix statt Alu-Dibond als Bildträger konnte ich insgesamt eine sehr preisgünstige Lösung anbieten. Vor allem aber wegen der tollen Zusammenarbeit war es mir eine große Freude, zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen zu haben.


Apr. 2015 • meet to create • Jo Hempel


Vier Künstler trafen sich eine Woche lang in den Räumen der Fabrik 45 zu einer interdisziplinären Kunstklausur. Die dabei entstandenen Fotoarbeiten von Jo Hempel sind nicht einfach Abbilder vom Schaffensprozess der anderen, sondern selbst ein Teil davon, indem sie die vorhandenen Materialien auf eigene Weise verarbeiten und zueinander in Beziehung setzen.

Das Konzept von Empartolution erinnert mich an einen Vers des türkischen Lyrikers Nazim Hikmet: «Leben wie ein Baum einzeln und frei und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht». Die hier vorgestellte Aktion gründet sich auf drei unverzichtbare Elemente um dieses Ziel zu erreichen: Empathie, Kunst und Evolution.

Foto: Jo Hempel
Foto: Jo Hempel

An die Vergrößerungen wurden in Bezug auf Langlebigkeit keine maximalen Anforderungen gestellt und sie sollten auch nicht aufgezogen werden. Ein preiswertes PE-Papier mit relativ robuster Satin-Oberfläche schien am besten geeignet. Wie das bei Künstlern so ist, lagen die Fotos erst in letzter Minute zum Drucken vor. War aber kein Problem.


Apr. 2015 • Revealed • Jörg Küster


Der Bonner Fotograf mit dem Künstlernamen Yaoke ist für mich einer der ganz Wenigen, die in der Lage sind wirklich erotische Bilder zu schaffen. Seine Fotografien transportieren das Thema Lust ohne dabei vulgär zu wirken, während die klassische Aktfotografie sich oft krampfhaft bemüht, nicht in die Nähe von Pornografie zu geraten. Mehr davon bei Jörg Küster

Die Inhaberin der Boutique «La Luxure» in der Bonner Innenstadt war gut beraten, als sie ihm anlässlich der Neueröffnung Raum für eine Ausstellung seiner Arbeiten bot, von denen hier lediglich vier zu sehen sind.

Der besondere Charakter der Fotos, der vorgesehene Ausstellungsort und der hohe Anspruch an die Qualität der Ausführung führten schließlich zu der Entscheidung, die Drucke (überwiegend im Format DIN A2) auf Hahnemühle FineArt Baryta zu realisieren und randlos auf Alu-Dibond zu kaschieren.


Nov. 2014 • Benefiz One Day • Pablo Gómez-Alvarez


Pablo und seine Partnerin Ramune Lewicki luden zu einer Verkaufssausstellung am 15.11.2014 in die Räume des Ateliers G2 ein, das zugleich als lokale Bildungseinrichtung für Schülerinnen und Schüler dient. Das Besondere an dem Raum: Alle Wände wurden über Monate hinweg vom Künstler gestaltet.

 

An diesem Tag sollte die Installation demontiert und einzeln verkauft werden. Zuvor galt es, dieses Gesamtkunstwerk im Bild festzuhalten. Das war nur möglich mit einer Panoramaaufnahme, die durch ihre geometrische Verzerrung einen ganz eigenen Reiz gewinnt.

 

Neben gewöhnlichen Aufnahmen der Wände versuchte ich mich an einer Fotomontage, die quasi den Geist des Künstlers durch den Raum schweben lässt.